Das Verb

Vollverben Hilfsverben Modalverben

Erst die Verben erlauben uns die Bildung vollständiger, sinnvoller Sätze. Ein Verb bezeichnet eine Tätigkeit, welche zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfindet. Deshalb nennt man Verben auch Tätigkeits- bzw. Zeitwörter.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen starken und schwachen Verben. Vollverben, Hilfsverben und Modalverben sind weitere Unterkategorien. Diese Wortart ist eben sehr vielseitig.
Verben können natürlich auch noch gebeugt (konjugiert) werden.

Im Satz übernimmt das Verb die Bildung des Prädikats.

starke Verben schwache Verben
Die starken Verben sind grammatikalisch betrachtet eine Minderheit. Mit fortschreitendem Gebrauch der Sprache nimmt ihre Zahl immer mehr ab.

Starke Verben bilden ihre finiten, also ihre gebeugten, Verbformen in allen Zeitformen, außer Präsens und Futur I, durch Veränderung des Stammvokals. Im Partizip II, welches du für die Bildung von Perfekt, Plusquamperfekt und Futur II benötigst, wird meistens die Endung -en an den Wortstamm angehangen.

Beispiel:
singen, sang, gesungen
lesen, las, gelesen

Als schwach werden Verben bezeichnet, die eine ganz regelmäßige Konjugation haben.


Dies bedeutet, dass ihre Zeitformen, das Futur I ausgenommen, regelmäßig mit einem -t(e) als Endung gebildet werden.




Beispiel:
sagen, sagte, gesagt
zeigen, zeigte, gezeigt


Vollverben

Die Vollverben können das Prädikat eines Satzes allein bilden.
Beispiel:
Ich lerne Deutsch. Du läufst. Sie singt.


Hilfsverben

Hilfsverben bilden das Prädikat nur in Verbindung mit dem Partizip, Perfekt oder dem Infinitiv eines Vollverbs. Sie ermöglichen die Bildung der zusammengesetzten Zeitformen.
Beispiel:
Ich bin gelaufen. Du hast gesungen. Sie wird rennen.


Modalverben

Modalverben bilden das Prädikat nur in Verbindung mit dem Infinitiv eines Vollverbs.
Diese Verben beschreiben eine mögliche Beziehung zwischen dem Vollverb und dem Subjekt eines Satzes.
Modalverben sind:

ModalverbModalität
dürfenErlaubnis, Vermutung
könnenFähigkeit, Möglichkeit, Vermutung, Erlaubnis
mögenEinräumung, Vermutung, Wunsch
müssenNotwendigkeit, Vermutung
sollenVermutung, Auftrag, Eventualität, Empfehlung
wollenWille, Notwendigkeit

Beispiel:
Ich möchte laufen. Du willst spielen. Sie soll singen.